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2011-11-24 08:30:00
Um die Wohnungs- und Waldbrände innerhalb der Europäischen Union zu reduzieren, müssen seit 17. November 2011 alle Zigaretten mit zwei „Bändern“ versehen sein, damit sie ausgehen, wenn niemand an ihnen zieht.
Die neuen Zigaretten weisen das sogenannte RIP-Verfahren (Reduced Ignition Propensity, dt.: Verminderte Zündneigung) auf, und sollen so die tödlichen Brandunfälle um mehr als 40% senken. Laut Angaben der Europäischen Kommission ereignen sich EU-Weit jährlich mehr als 30.000 Brände, die durch Zigaretten verursacht werden. Mehr als 1.000 Menschen sollen auf diese Weise ums Leben kommen, und etwa 4.000 würden verletzt werden.
Die Hersteller von Zigarettenpapier müssen nun EU-weit an zwei Stellen der Zigarette zwei dickere Papierringe einsetzen. Wenn der brennende Tabak einer Zigarette, an der nicht gezogen wird, auf einen dieser Ringe stößt, erlischt die Zigarette mangels ausreichender Sauerstoffzufuhr. Die neuen RIP-Zigaretten haben somit eine verminderte Abbrenndauer und sollen somit das Risiko Möbel, Bettbezüge oder andere entzündliche Materialen in Brand zu setzen.
Trotzdem sollte man seine brennende Zigarette nicht achtlos wegwerfen, denn es besteht immer noch ein Brandrisiko.
Bild: Markus Stark / Pixelio.de