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24. Jahrestag des Gedenkens an den Tschernobyl-Supergau

2012-04-26 09:33:00

Es war die bisher verheerendste Katastrophe der zivilen Nuklearnutzung, die sich am 26. April 1986 mit der Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl ereignet hatte. Damit wurde der Glaube an die Kontrollierbarkeit der Atomtechnologie nachhaltig erschüttert. "Der Zivilschutzverband hat immer schon mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass das beste AKW jenes ist, das nie in Betrieb geht", erinnert der Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes (ÖZSV), Anton Gaál.

"Es lohnt sich daher nach wie vor, sich gegen mögliche zivile Reaktorunfälle zu schützen, vor allem jetzt, wo die AKW-befürworter durch die Renaissance der Kernenergie in immer mehr Aufwind bekommen haben! Dabei ist die Atomenergie niemals sicher und alles andere als nachhaltig und in keiner Weise ein Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels!", warnt Gaál anlässlich des 26. April.

Ausstieg aus der Atomenergie

Für den Zivilschutzverband ist Strahlenschutz eine sehr wichtige Aufgabe des vorbeugenden Zivilschutzes, "eine noch viel wichtigere ist allerdings der Ausstieg aus der Atomenergie, weil man das gefährliche und lebensbedrohende Restrisiko der Kernenergie nie in den Griff bekommen wird", betont Gaál.

"Wir müssen in EU-Ländern genauso wie in den ost- und mitteleuropäischen Staaten damit aufhören, die bedrohliche Kernenergie und die Atomkraftwerke als unantastbar hinzustellen, die einzige Möglichkeit, sich von den fossilen Energieträgern abzukoppeln, sind die erneuerbaren Energien, sie sind zugleich die optimale Alternative zur lebensgefährlichen Kernenergie", warnt Gaál.

Mittel- und langfristig muss - wie es die Pläne zur Energiepolitik in einigen EU-Ländern bereits vorgesehen hatten, die aber offensichtlich wieder verworfen wurden - der Ausstieg aus der Atomenergie als wirksamste vorbeugende Zivilschutzmassnahme das Ziel sein.

Für ein atomfreies Europa

Die Politik eines atomfreien Europas müsse daher mit Nachdruck verfolgt werden. "Für alle Initiativen, die eine zivile Nutzung der Kernenergie ausschliessen, haben wir grosse Sympathien, wir unterstützen sie auch nach Maßgabe". Dies beinhalte auch die Forderung nach Abschaltung eines AKW. Man müsse aber, so Gaál, davon ausgehen, dass Atomkraftwerke noch weiterhin in Betrieb sein werden. Daher seien Sicherheitsvorkehrungen des Staates und der privaten Haushalte notwendig!

Die Gefahr eines zivilen Reaktorunfalles sei nach wie vor unvermindert gegeben. Gaál: "Wir sind gerüstet für den Ansturm der Bevölkerung auf unsere Informationen über das richtige Verhalten in Not- und Katastrophenfällen, wie etwa bei einem Atomunfall!" Um im richtigen Augenblick richtig helfen zu können, muss man sich entsprechend informieren. "Es lohnt sich für jeden einzelnen Bürger, sich wirksam zu schützen und Vorsorgemassnahmen zu treffen", mahnt Gaál zu größerer Eigenverantwortung und -initiative.

Unentbehrlich: Informierter selbstschutzbereiter Bürger!

Die Leistungen der Einsatz- und Rettungsorganisationen sowie der Behörden im Katastrophenfall sind hervorragend, vorbildlich im internationalen Vergleich! Unentbehrlich für den umfassenden Bevölkerungsschutz, für einen effzienten Zivilschutz ist aber die dritte tragende Säule: Der informierte, selbstschutzbereite Bürger. Dafür angetreten sind der Österreichische Zivilschutzverband und seine Landesorganisationen, mit Unterstützung des Innenministeriums. "Wir sind dazu da, mit massiver Informations- und Öffentlichkeitsarbeit Selbstschutzwissen und -bereitschaft des einzelnen Bürgers aufzubauen und zu intensivieren. Das tun wir, und zwar jährlich mit grösserem Erfolg!"

Der Bürger muss informiert werden und er muss sich informieren!

Der Bürger hat ein Recht auf Information, er hat aber auch die Pflicht, sich zu informieren, "Zivilschutz und Selbstschutz sind keine Einbahnstrassen, wer das umfangreiches Informationsangebot des Zivilschutzverbandes nicht nützt, den können wir nicht ausreichend informieren", verweist Gaál auf die umfassenden Serviceleistungen des ÖZSV wie etwa auch Schulung, Ausbildung, Seminare, Workshops, Übungen, Beratung etc. "Wissen ist Schutz und bedeutet, im Ernstfall auch Leben retten können!"

Denn wenn man im Ernstfall auf sich selbst angewiesen ist, bis die professionelle Hilfe am Ort der Katastrophe eintrifft, muss man das nötige Selbstschutzwissen abrufbereit haben!

So veranstaltet der Zivilschutzverband - auch in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium - Strahlenschutzseminare, Seminare zur Einrichtung von Sicherheitswohnungen und Schutzräumen, Bevorratung, Warnung und Alarmierung.

Aktiv am Zivilschutz teilnehmen!

Der Zivilschutzverband lädt jeden Bürger ein, aktiv am Zivilschutz teilzunehmen und sich beim Zivilschutzverband informieren zu lassen, denn "Zivilschutz geht uns alle an, Zivilschutz und Selbstschutz haben Zukunft!"

http://www.siz.cc/file/download/Broschure_Alarm_Folder.pdf

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