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Aktuelles

 

Sturm- und Lawinenwarnung vom 31.3.2015 - 2.4.2015

Sturm und OrkanFür Österreich gilt bis einschließlich Gründonnerstag, 2. April 2015, eine Sturmwarnung. Es werden Böen zwischen 90 und 120 km/h erwartet - vor allem vom Bodensee über die Tiroler Nordalpen, den Flachgau, Oberösterreich und Niederösterreich. Auf den Bergen ist Orkan mit Böen über 150 km/h möglich. Ab Mittwoch und Donnerstag wird es die stärksten Windböen im Osten geben.
Außerdem kommen in den Nord- und Zentralalpen in den nächsten Tagen große Regen- und Schneemengen zusammen. Ab Mittwoch wird es auch kälter, das heißt es kann bis in viele Täler schneien. Im Lauf der Woche steigt somit die Lawinen-, Muren- und Hochwassergefahr! (Quelle: ORF.at)

 

 
 
ZAMG-Wetterwarnungen

Hier finden Sie die aktuellen Wetterwarnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Sturm

Vorbeugende Schutzmaßnahmen:

  • Stabile Dachkonstruktion und feste Verankerung im Mauerwerk mit Hilfe von Mauerankern, Schrauben und Metallbändern.
  • Abspannen von Masten, Antennen und Schornsteinen zur Verhinderung von langperiodischen Schwingungen und periodische Überprüfung derartiger Einrichtungen.
  • Zusätzlich sollten in Warnsituationen Gerüste, Werbetafeln, Markisen, Partyzelte, Abdeckplatten und –planen fest verankert werden
  • Schutz vor entwurzelten Bäumen in Hausnähe durch entsprechenden Abstand oder Zurückschneiden gebäudenaher Bäume auf höchstens Firsthöhe.
  • Vorbeugend sollten Sie in regelmäßigen Abständen Dächer und Schornsteine auf lose Dachziegel oder Bleche u.ä. überprüfen.
  • Vorratshaltung von Ersatzdachplatten und Folien zur temporären Vermeidung von Nässeschäden im Schadensfall.
  • Abdecken von Glasflächen im privaten Bereich (Rollläden) und im Gewerbe, zum Beispiel bei Gewächshäusern (hagelsichere Glastypen).
  • Umrüstung auf hagelsichere Dächer durch Betondachpfannen, verstärkte Bleche oder Spezialfolien mit Kiesschüttung und Seitenabdeckung.
  • Nicht befestigte Gegenstände, die sich außerhalb des Hauses im Garten befinden, in Sicherheit bringen (z.B. Mülltonnen, Wäsche, Blumenkübel, Werkzeuge, Gartenmöbel, usw.)!

Verhaltensregeln und Tipps bei schweren Stürmen

  • An Gebäuden sollten alle losen Gegenstände beseitigt oder befestigt werden. Dies betrifft insbesondere Gartenmöbel und Pflanzen.
  • Meiden Sie Waldgebiete und Alleen!
  • Fenster und Türen schließen (auch nicht kippen)! Wenn vorhanden, Rollläden oder Fensterläden schließen!
  • Verlassen Sie bei Sturm die schützenden Wohnräume nicht – Gefahr durch herabstürzende Trümmer, Bäume oder elektrische Leitungen!
  • Wenn Ihr Haus von hohen Bäumen umgeben ist, halten Sie sich nicht im Dachgeschoß auf! Meiden Sie auch Fensterflächen, die zu Bruch gehen könnten!
  • Fahrzeuge sollten nicht in der Nähe von morschen Bäumen, Baustellen oder älteren Gebäuden abgestellt werden.
  • Keller sollten vor eindringendem Wasser geschützt werden. Gullys und Regenrinnen sollten von Laub befreit werden, so dass das Wasser abfließen kann.
  • In Stadtgebieten nicht in Überschwemmungsgebieten waten. Gullydeckel könnten von der Flut weggeschwemmt sein, man könnte in die Siele fallen.
  • Autofahrer sollten langsam fahren.
  • Die Türen des Fahrzeugs sollten vorsichtig geöffnet werden, damit der Wind sie nicht aufreißen kann.
  • Zu Lkw und Bussen sollte man Abstand halten, da sie von Böen zur Seite gedrückt werden können. Wer große Fahrzeuge überholt, sollte beachten, dass nach dem Windschatten plötzliche und heftige Böen drohen. Auf Dachaufbauten oder Fahrten mit Anhängern sollte verzichtet werden.
  • Wenn Sie sich im Freien aufhalten müssen, meiden Sie die Nähe von Gebäuden, Gerüsten, hohen Bäumen und Strommasten!
  • Überprüfen Sie vor dem Sturm ihre Taschenlampen bzw. Notstromversorgung – Gefahr von Stromausfällen
  • Beginnen Sie allfällige Aufräumarbeiten erst nach Ende des Sturmes. Achten Sie dabei auf ausreichenden Abstand zu möglicherweise einsturzgefährdeten Bauten sowie zu abgerissenen Stromleitungen!
  • Denken Sie auch an Menschen in Ihrer Umgebung, die hilfsbedürftig sind. Sie benötigen Ihre Unterstützung.

Lawinen

  • Lawinenwarndienste und Wetterbericht beachten!
  • Nie allein abseits von gesicherten Pisten - weder beim Variantenfahren noch beim Skitourengehen.
  • Entsprechende Tourenplanung mit Lawinenwarn- und Wetterbericht.
  • Nie ohne Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Lawinensonde und ev. Airbag-Rucksack).
  • Die Notfallausrüstung sollte bei jedem Mitgliedern der Gruppe vorhanden sein.
  • Ein Training zur praktischen Anwendung der Notfallausrüstung sollten alle Gruppenmitglieder absolviert haben.
  • Ab Warnstufe 3 immer nur Hänge befahren oder begehen, die weniger als 35 Grad steil sind. 
  • Im Aufstieg Steilhänge (steiler als 30 Grad) mit Entlastungsabständen (10 Meter) begehen. 
  • Bei der Abfahrt Standardabstand 30 Meter, ab 35 Grad Einzelfahren.   
  • Sperrzonen immer beachten (Liftbereich, Jagd- und Forstliche Sperrgebiete).

Grobe Planungsfehler können vermieden werden, wenn man bei

-       Gefahrenstufe 2 auf die Befahrung von Steilhängen über 40°,

-       bei Gefahrenstufe 3 auf die Befahrung von Steilhängen über 35°,

-       bei Gefahrenstufe 4 auf die Befahrung von Steilhängen über 30° verzichtet.

Europäische Lawinengefahrenskala

http://www.siz.cc/tools/image.php?image=Lawinengefahrenskala.jpg&width=&height=

Abbildung: © Lawinenwarndienst Tirol

Entscheidend ist also eine erhöhte Verzichtsbereitschaft bei der Befahrung von Steihängen mit zunehmender Gefahrenstufe. Gefahrenstufe 3 wird offensichtlich am häufigsten unterschätzt. Dort passieren die meisten Lawinenunfälle!

Unverzichtbar ist natürlich immer auch die richtige Wertung von Gefahrenzeichen im Gelände, die man sich nur durch entsprechende Ausbildung und Erfahrung aneignen kann. Genügend große Abstände zwischen den Skifahrern sowohl beim Auf- als auch beim Abstieg helfen dann zusätzlich, das Risiko einer Lawinenverschüttung zu minimieren.

Hochwasser

Nützliche Tipps zur Vorsorge

Bei kontinuierlichem Regen und dementsprechend hoher Niederschlagsmenge kommt es bei Flüssen und Bächen, aber auch an unerwarteten Stellen zu Hochwasser.

Der erste Schritt zur Vorsorge ist die Klärung der Frage „Kann ich von Hochwasser bedroht werden?" – Dafür ist die Beobachtung der Umgebung der Wohnlage, aber auch des benutzten Verkehrsweges, des Schulweges der Kinder, etc notwendig:

  • Sind Flüsse, Bäche oder die Donau in der Nähe? Oft muss man dazu ein wenig genauer schauen, um nicht den großen Fluss hinter dem Damm zu übersehen (z. B. Straßen in Augebieten).
  • Gibt es Hänge in der Nahe? Auch wenn dort kein Gewässer fließt, kann plötzlicher starker Niederschlag Abgänge von Wassermassen, Schlamm und Geröll hervorrufen. 
  • Gibt es in der Nähe Teiche, die überlaufen könnten? 
  • Ist in der Gemeinde bekannte dass es schon einmal ein Hochwasser dort gab?
  • Wie sieht es mit der Kanalisation aus? Kann der Kanal übergehen? 
  • Könnten Bäume in der Nähe von Wassermassen unterspült werden und umstürzen? 
  • Gibt es ausgetrocknete Flussläufe, Bachbeete etc?

Was tun, wenn man sich im möglichen Gefahrenbereich befindet?

1. Vorbereitung:

  • Notgepäck und Dokumente für ein eventuell notwendiges Verlassen des Hauses vorbereiten.
  • Wo sind die Hauptschalter für Wasser, Strom, Heizung, Gas, Öl etc? - Abdrehen, wenn das Wasser kommt! 
  • Gibt es Tiere (Landwirtschaft), die im Notfall evakuiert werden müssen - wohin mit ihnen? 
  • Kontakthalten und Informationsaustausch mit dem Nachbarn, da das Hochwasser z.B. die Telefonleitung lahmlegen kann. 
  • Wohin kann ich im Notfall gehen? Notquartiere bei Verwandten, Freunden. 
  • Vorbereitung des Kellers: Von Gegenständen, die nicht naß werden dürfen, räumen! 
  • Fahrzeuge aus der Garage in Sicherheit bringen. 
  • Laufend sich bei der Gemeinde informieren, wie die Situation sich entwickelt. 
  • Gegebenenfalls Sandsäcke und Dichtmaterial vorbereiten bzw. anbringen! 
  • Besser einmal zuviel vorbereitet als einmal zu wenig!

2. Achtung auf:

  • Mögliches Sirenensignal (Warnsignal: 3 Minuten Dauerton) - dann Radio/TV aufdrehen! 
  • Lautsprecherdurchsagen beachten
  • Beginnender Stegbau 
  • Anweisungen der Behörde beachten!

3. Nachher:

  • Problem Trinkwasser: Da das Trinkwasser unbrauchbar seit kann, ist ein Wasservorrat günstig.
  • Erst mit dem Auspumpen des Kellers beginnen, wenn draußen der Wasserstand sinkt, da sonst Unterspülung droht!

Letzte Vorbereitungen - „Wenn es ernst wird!"

Damit die notwenigen Tätigkeiten rechtzeitig erledigt werden können, ist eine ausreichende Zeitspanne notwendig. Durch Beachtung einiger Punkte kann wertvolle Zeit gewonnen werden.

  • Jedes Hochwasser verläuft anders! Ziehen Sie keine Rückschlüsse aus alten Ereignissen.
  • Verfolgen Sie laufend die Wetterprognosen
  • Beachten Sie Radio- und Fernsehmeldungen
  • Lautsprecherdurchsagen verfolgen
  • Anweisungen der Behörden beachten!
  • Angeordnete Maßnahmen umsetzen (z.B.: 1. Stockwerk aufsuchen, Keller nicht mehr betreten, usw.)
  • Informieren Sie sich laufend bei der Gemeinde, wie sich die Situation entwickelt.
  • Beachten Sie die Sirenensignale! Sonderregelungen bei Gemeinden in Tälern mit flussaufwärts liegenden Staudämmen erfragen
  • Nutztiere aus der Gefahrenzonen bringen
  • Kellertanks absichern, technische Einrichtungen eventuell abmontieren
  • Elektronische Anlagen ausschalten oder entfernen!
  • Straßen und Wege können überflutet sein
  • Gefahren erkennen (Auqaplaning, Treibgut, Steinschlag, Muren)
  • Gefährdung durch aufgestautes Treibgut beachten
  • Abdichtmaßnahmen vorbereiten bzw. durchführen
  • Fahrzeuge aus der Garage / vom Abstellplatz in Sicherheit bringen
  • Nachbarschaftshilfe organisieren und durchführen. Nichtbetroffenen sollen Betroffenen unaufgefordert helfen
  • Haupthähne für Gas, Wasser, Strom abdrehen! (Achtung: Tiefkühltruhe)
  • Gegenstände, die nicht nass werden dürfen, aus dem Keller räumen
  • Es kann möglich sein, dass Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung kurzfristig verlassen müssen - Notgepäck griffbereit halten!
  • Eigensicherheit beachten! Unterschätzen Sie nicht die Gewalt des Wassers!
  • Falsches Verhalten (Neugier, Leichtsinn, Selbstüberschätzung) führt immer wieder zu Behinderung der Einsatzkräfte und Unfälle
  • Fahrzeuge, die noch in der Gefahrenzone stehen verursachen erhebliche Probleme bei Hilfseinsätzen aber auch für die Umwelt

Nach dem Hochwasser

  • Informieren Sie Ihre Gemeinde bzw. Ihre Versicherung über eventuelle Schäden
  • Sofort mit den Aufräumarbeiten beginnen. Durch Tierkadaver entsteht sonst Seuchengefahr
  • Abgelagerter Schlamm sollte sofort entfernt werden, denn wird dieser hart, kann er nur mehr erheblichem Kraftaufwand entfernt werden
  • Wenn notwendig Hausbrunnen entkeimen und Wassergüte überprüfen lassen (Vorschriften beachten)
  • Erst mit dem Auspumpen des Kellers beginnen, wenn sichergestellt ist, dass dadurch kein zusätzlicher Gebäudeschaden entstehen kann (Unterspülung)
  • Vorsicht beim Öffnen von Garagen- und Hallentoren
  • Mauerwerk durch geeignete Maßnahmen trocknen, um Schimmelpilzbefall zu verhindern

 

Weitere Informationen

Lawinenwarndienste

 

Quellen und weiterführende Informationen:

ORF.at

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

 

Bild: © Karl-Heinz Laube / PIXELIO

www.pixelio.de

 

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Sirenensignale in Österreich

  • Warnung

    Signalschema Warnung als Linie dargestellt 

    3-minütiger gleichbleibender Dauerton - Gefahrensituation!

  • Alarm

    Signalschema Alarm als Linie dargestellt 

    Auf- und abschwellender Heulton ca. 1 Minute. Unmittelbare Gefahr!

  • Entwarnung

    Signalschema Entwarnung als Linie dargestellt 

    1-minütiger gleichbleibender Dauerton. Ende der Gefahrensituation!

  • Feuerwehralarm

    Signalschema Feuerwehralarm als Linie dargestellt

    Sirenensignal 3 x 15 Sekunden

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