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2009-08-23 10:50:00
Der Österreichische Zivilschutzverband und seine Landesorganisationen trommeln jahraus jahrein die Wichtigkeit der Helmpflicht für Fahrradfahrer. Bei der SAFETY-Tour ist im Rahmen eines eigenen Sicherheitsbewerbes der Vorbeugung gegen Kopfverletzungen beim Radfahren ein wichtiges Augenmerk gewidmet. Auch die Unfallchirurgen fordern verstärkt die Helmpflicht für Radler, vor allem auch im städtischen Verkehr.
Die Anzahl der schweren Kopfverletzungen hat sich laut Unfallchirurgen allein in Wien in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt, auf jährlich rund fünfzehn bis zwanzig. Betroffen sind davon auch immer wieder Kinder!
Viele dieser Patienten sterben, viele sind aber auch ihr Leben lang pflegebedürftig. Dies sei Anlass genug, Alarm zu schlagen. Das Verhältnis zwischen Motorrad- bzw. Mopedlenkern sowie Radfahrern mit Schädel-Hirn-Trauma bewegte sich von 1992 bis 2000 noch bei 50 zu 50. Dieses Verhältnis habe sich seit 2001 zum Nachteil der Radfahrer auf 40 zu 60 verschoben. „Bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h entspricht ein Sturz mit dem Fahrrad der Wucht eines ‚Köpflers’ aus einer Höhe von zweieinhalb Metern auf Beton“, warnt die ÖGU. Ein Helm kann bis zu 80 Prozent dieser schweren Kopfverletzungen verhindern.
Die Helmpflicht bis zum 14. Lebensjahr fordert bei Kindern das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Weniger für Erwachsene, da dies vielfach auf Widerstand stoßen würde und schwer zu kontrollieren sei. Effizienter seien Kampagnen, die die Leute zu einem verstärkten Benützen der Helme motivieren. Zurzeit lassen sich hier rund 15 Prozent der Erwachsenen und 50 bis 60 Prozent der Kinder erfolgreich ansprechen.
„Einfach für die Helm-Notwendigkeit sensibilisieren“ will die ÖGU, so ihr Präsident Univ.-Prof. Dr. Karl Benedetto. Es liege in der Verantwortung der Politik, ob eine verstärkte Tragequote durch ein Gesetz oder durch Kampagnen erreicht werde.
Bild: www.pressebox.de